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Presseinfo Gewerkschaft der Polizei (GdP), Hilden

Pressemitteilung vom 19.12.2001


3 Polizeigewerkschaften wehren sich gegen Werbepraktiken
im Auftrag einer "Polizei-Basis-Gewerkschaft"


Die Beschwerden der Geschäftswelt über die im Auftrag einer "Polizei-Basis-Gewerkschaft" praktizierte Anzeigenwerbung nehmen nicht ab. Presse und Fernsehen berichten wiederholt darüber. Danach werden seit 1997 Geschäftsleute im Auftrag dieser neuen "Gewerkschaft" angerufen mit der Bitte, sich mit einer Anzeige an den von ihr herausgegebenen Publikationen zu beteiligen. In diesen Werbegesprächen werden häufig eine "Aktion sexuelle Gewalt gegen Kinder" oder andere gefühlsbetonte Aktionen in den Vordergrund gestellt.

In dem anschließend übermittelten Formular ist dann abweichend vom Telefongespräch eine Auftragsverpflichtung über 18 Anzeigen enthalten. Im Vertrauen auf die telefonische Abmachung und den vermeintlichen polizeilichen Partner wird diese oft ungelesen unterschrieben. Die anschließenden Beschwerden der Betroffenen bei dieser "Gewerkschaft" oder den beauftragten Verlagen in Hamburg und Salzburg bleiben fruchtlos. Man zieht sich hinter den unterschriebenen Vertrag zurück und bietet allenfalls als "Entgegenkommen" eine vergleichsweise Regelung über eine geringere Anzahl der Anzeigen an.

Hierüber sind die Betroffenen zu Recht empört und haben kein Verständnis dafür, dass dieser in ihren Augen praktizierte Anzeigenschwindel unter dem Namen Polizei nicht unterbunden wird. Diese Schädigung des Ansehens der Polizei und ihrer Berufsvertretungen in der Öffentlichkeit ist nicht länger hinzunehmen. Die Polizei genießt ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung. Hieran darf sich nichts ändern. Wir distanzieren uns daher von diesen Praktiken.

Betroffenen empfehlen wir, sich zu wehren: ein Vorgehen ist Erfolg versprechend, wie zahlreiche Gerichtsverfahren belegen.

Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Birkenwerder

Deutsche Polizeigewerkschaft im DBB (DPolG), Berlin

Gewerkschaft der Polizei (GdP), Hilden

Pressemitteilung der Polizei NRW: "Falsche Polizei!" vom 11.03.2004

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