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news: Grosser internationaler Betrug mit Werbe-Prospekten
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Quelle: http://www.skppsc.ch/blog/index.php/category/Betrug/

Neue Variante von Vorschussbetrug in der Schweiz

Verfasser: Hajo Michels am 18.04.2007 um 09:35:00 Uhr

Die Bundesanwaltschaft und das Bundesamt für Polizei (fedpol) sowie andere Polizeistellen warnen vor einer neuen Form des so genannten Vorschussbetrugs. Es geht dabei um den fingierten Verkauf von Inseraten in einer lokalen Publikation oder in einem Fach- oder Branchenverzeichnis. Es sind mittlerweile – und hauptsächlich in der Westschweiz – über 300 Opfer dieser Schwindeleien bekannt. Regelmässig kommen neue Fälle dazu. 

Die Schweizerische Bundesanwaltschaft und die Bundeskriminalpolizei führen eine Strafuntersuchung gegen eine internationale kriminelle Organisation, die sich auf diese Art von Betrug spezialisiert hat. Die Untersuchung wurde eingeleitet wegen Verdachts auf Schwindel, Erpressung, Drohung, Beteiligung an einer kriminellen Organisation und Geldwäsche.

Die bisherigen Ermittlungen haben folgenden Modus operandi der mutmasslichen Täter aufgezeigt: In einem ersten Schritt werden die potenziellen Opfer per Fax angeschrieben oder telefonisch kontaktiert. Ihnen wird angeboten, in einer lokalen Publikation oder in einem Fach- und Branchenverzeichnis ein Inserat zu schalten. Sind die Opfer erst einmal dazu gebracht worden, einen Vertrag zu unterzeichnen, der nicht selten unleserlich oder unvollständig ist, erhalten sie schon bald Telefonanrufe, bei denen die Betrüger beträchtliche Summen einfordern. Sie behaupten, die Vertragspartner – also die Opfer – hätten sich vertraglich verpflichtet, das Inserat nicht nur einmalig, sondern wiederholt und während mehrerer Jahre laufen zu lassen. Die Betrüger scheuen sich nicht, massiven Druck aufzusetzen. So wird etwa mit Betreibung und anschliessendem Konkurs, mit rechtlichen Schritten oder Beschlagnahme von Aktien gedroht.
Unter dem psychologischen Druck, der oft von massiven verbalen Drohungen begleitet wird, geben viele Opfer nach und lassen sich auf einen vorgeschobenen Kompromiss ein, wonach sie wenigstens einen Teil der angeblich geschuldeten Summe sofort bezahlen müssen. Aber selbst wenn die Opfer die vereinbarte Summe bezahlen, werden sie weiterhin unter Druck gesetzt und dazu gedrängt, ihren angeblichen Verpflichtungen nachzukommen.

In einer zweiten Phase werden die Opfer von einer angeblich offiziellen Institution kontaktiert, die vorgibt, bei der Rückerlangung des gesamten Geldes behilflich sein zu können. Sie verlangt dafür im Voraus einen bestimmten Geldbetrag als Umtriebsentschädigung. Diese vermeintliche Institution macht indessen gemeinsame Sache mit den Betrügern. Es sind Fälle bekannt geworden, in denen die angebliche Institution vorgab, im Auftrag eines französischen Ministeriums tätig zu sein; in einem anderen Fall trat sie als Versicherung auf. Und dies immer, um angeblich die Schwindeleien strafrechtlich zu verfolgen.

Die Opfer werden meist dazu gebracht, beträchtliche Summen zu bezahlen, was so weit gehen kann, dass der Bestand eines Unternehmens gefährdet wird.

Die Betrüger geben vor, in der Schweiz, in Frankreich oder in Belgien ansässig zu sein. Bei den Adressen, welche die Betrüger benutzen, handelt es sich jedoch um Briefkastenadressen oder fiktive Anschriften.

Wer sich in einen aktuellen Fall von Inseratenbetrug verwickelt sieht, kann sich direkt beim nächsten Polizeiposten melden oder sich für Fragen an das Bundesamt für Polizei (fedpol) (031 323 13 10 / info@fedpol.admin.ch) wenden.

Die Namen der Gesprächspartner und sachdienliche Hinweise wie Häufigkeit der Kontaktversuche, Anrufzeiten, von der mutmasslichen Täterschaft vorgebrachte Argumente sollten notiert werden, ebenso der Gesprächsverlauf und der Umgangston. Auch sollten sämtliche Unterlagen – Originale und Kopien - aufbewahrt werden. 

WICHTIG: Egal, welche Argumente am Telefon vorgebracht werden und welcher Art die Drohungen sind:
Auf keine Forderungen eingehen. Keine Zahlungen leisten.



Quelle: http://www.skppsc.ch/blog/index.php/category/Betrug/

Grosser internationaler Betrug mit Werbe-Prospekten

 

Communiqué de presse / Medienmitteilung der Kantonspolizei Wallis
Sitten, 26. Januar 2007 / Kalbermatten Renato

UNTERWALLIS : AUFGEPASST !…
- GROSSER INTERNATIONALER BETRUG MIT WERBE-PROSPEKTEN.
- MEHRERE MILLIONEN IM UNTERWALLIS ergaunert.

Seit einigen Jahren treten Vertreter unter dem Decknamen von Firmen mit Sitz in Belgien oder Frankreich in der Romandie auf, um Werbeverträge abzuschliessen. Dabei senden sie die Verträge mittels Fax direkt an Geschäftsleute in der Westschweiz. Ihnen wird die Möglichkeit geboten in Zeitschriften, Reiseführern, Telefonbüchern oder im Internet Werbung zu veröffentlichen.

ACHTUNG ! GEHEN SIE NICHT AUF DAS ANGEBOT EIN - SIE WERDEN BETROGEN.

Der ihnen zugesandte Vertrag enthält bereits ihre Geschäftsadresse und ist mit einem Vermerk “nicht verlängerbar” gekennzeichnet. Die Adresse wurde von den Betrügern aus einem Telefonbuch ausgewählt. Wenn sie auf den Vertrag eingehen werden sie gebeten, diesen zu ergänzen und einen “Reservationsbon” per Fax zurück zu senden.
Es folgen Telefonanrufe, die sie über den zugesicherten Betrag und die Vertragsdauer zweifeln lassen. Ihr Ansprechpartner bei der Firma steht ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung um sie zu beraten. Ihnen wird glaubhaft gemacht, dass sie sich für mehrere Jahre und für Beträge in der Höhe von mehreren tausend oder sogar mehreren zehntausend Franken verpflichtet haben.

In der Folge werden sie von dem Vetreter auf aggressive Art unter Druck gesetzt. Es wird daraufhingewiesen, dass sie den Vertrag zu erfüllen haben. Falls die Klauseln nicht eingehalten werden, drohe die Betreibung.

In der Meinung, dass sie sich wirklich geirrt haben und die Betreibung verhindern wollen, zahlen sie die Rechnung.

Die eingeforderten Beträge müssen in der Regel auf Bankkonten in Belgien oder Frankreich einbezahlt werden. Sobald das Geld auf das Konto überwiesen wurde, findet eine Transaktion auf ein internationales Geldinstitut statt (Hongkong, Vereinigte Staaten usw.) Ihr Geld ist verloren !
Seit kurzem wird eine neue Vorgehensweise beobachtet:
Kurz nachdem der erste Werbevertrag unterzeichnet ist meldet sich bei den Opfern, ein angeblicher Angestellter einer staatlichen Organisation aus Frankreich die solche Betrugsfälle bekämpft. Sie erklären, dass sie ihnen helfen wollen den verlorenen Betrag zurückzugewinnen. In der Folge erhalten sie per Fax eine Auftragsbestätigung sowie die Vorgehensweise zugestellt. Ihr Geld kann angeblich nur zurückgezahlt werden wenn sie im Voraus einen gewissen Gewinnanteil des letzten Geschäftsjahres an diese Organisation überweisen. Das Geld wird auf ein “gesperrtes Konto” einbezahlt. Diese Transaktion soll helfen die Geldforderung zu unterstützen und die “überrissenen” Rechnungen zu annullieren sowie die anfallenden Kosten zu decken. Es wird darauf hingewiesen, dass die Rückzahlung innerhalb von 30 bis 60 Tagen erfolgen wird.
In Wirklichkeit erhalten sie weder ihr Geld zurück, noch wird für sie Werbung publiziert.
Bis zum heutigen Tag sind folgende Firmen in der Westschweiz aufgetreten. Die meisten von ihnen sind im Handelsregister von Frankreich und Belgien verzeichnet.

• H.I.M SA
• Les éditions du Château
• Les Editions Régionales SA
• District-Media Group
• Swiss Media Sàrl
• LPL Media
• Les Editions du Lac
• Color Connection Sàrl
• Contact & Relation Sàrl
• C.N.R.P.
• Centre national de regroupement publicitaire
• Regroupement officiel des publicitaires (ROP)
• Groupement officiel des publicitaires (GOP)
• Edition ETHEL
• DECAUR Sprl.


Diese Liste ist nicht abschliessend und neue Firmen können sehr schnell wieder auftauchen.

Falls sie Opfer eines solchen Betruges geworden sind oder einen Fax erhalten haben, auf welchem ihre Geschäftsanschrift bereits abgedruckt war, bitten wir sie unverzüglich Kontakt mit der Abteilung Wirtschaftsdelikte Tel. 027 326 56 56 aufzunehmen. Dies gilt auch falls sie bedenken mit Werbeverträgen haben.

GEGENWEHR
INFOMATERIAL

PRESSEBERICHTE ZUM THEMA REGISTERHAIE

07.08.2009
Tagesanzeiger.ch: Polizei ermittelt gegen Adressbuch-Mafia
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FIRMEN, DIE IN DER SCHWEIZ AKTIV SIND