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Adam Krbalek - Wer ist das?
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NEWS
09.07.2009 Hausdurchsuchungen bei den Lüdenbach-Firmen Novachannel, Intercable, Ovag, Premium Recovery und Maiwolf Holding in der Schweiz. 6 Personen vorübergehend in U-Haft Pressebericht
April 2006   Lüdenbach Firmen vor dem Europäischen Parlament mehr

Adam Krbalek *05.10.1963

Am 23.07.2002 wurde Adam Krbalek neuer Geschäftsführer der deutschen Novachannel. Adam Krbalek hat seinen Sitz in Luzern, Schweiz (dort ist der Firmensitz der Schweizer Novachannel AG). 
Herr Krbalek ist ein langgedienter Mitarbeiter von Meinolf Lüdenbach, dem Eigentümer der Novachannel Schweiz.
So war Herr Krbalek auch Präsident der Intercable - Verlag AG (Info Shab) - einer weiteren Firma von Meinolf Lüdenbach, die sich dem Adressbuchschwindel widmete.
Da also die Novachannel Deutschland seit Juli 2002 von Luzern aus verwaltet wird ist wohl der Hauptsitz der Firma Novachannel in der Schweiz und die Novachannel Deutschland (die juristisch immer noch existiert - 2005) lediglich eine Dependance.
Die Novachannel AG in der Schweiz hatte zunächst das Sex-Geschäft im Auge - gemäß der Planung durch die Novachannel Deustchland GmbH, aber dann gab sie dieses Geschäft ab und wurde zu einem der größten weltweit agierenden Adressbuchschwindelunternehmen ausgebaut.

Im Juni 1999 wird die Heimarbeit Index GmbH, Denkmalstrasse 7, 6006 Luzern gegründet. Einer der Gesellschafter ist Adam Krbalek mit einer Stammeinlage von SFr. 9000, ab Dezember 1999 ebenfalls Gesellschafterin ist die NTL Noble Trade Ltd. Im Jahr 2001 wird die Gesellschaft aufgelöst. Spezialität der NTL Noble Trade Ltd., ebenfalls Denkmalstrasse 7 in Luzern, ist der Handel mit Edelsteinen.
PRESSEBERICHTE

Quelle: K-Tipp
Artikel | K-Tipp 8/2000

Mieses Geschäft mit Jobsuchenden

Die Firma Heim-Arbeit Index täuscht Interessenten mit irreführenden Inseraten.
Die Firma Heim-Arbeit Index Luzern macht Arbeitsuchenden Hoffnung. Doch wer sich meldet, wird erst einmal zur Kasse gebeten.

Die gelernte Zahntechnikerin Iris Fischer aus Flawil SG suchte gezielt eine Heimarbeit. Dabei fiel ihr das Inserat der Firma Heim-Arbeit Index Luzern auf: "Laufend Heimarbeit zu vergeben in der ganzen CH." Sie meldete sich.

Einen Job bekam Fischer nicht, dafür ein Anmeldeformular und einen Einzahlungsschein. Für 90 Franken, hiess es, würde ihre Adresse ein halbes Jahr lang im Internet publiziert. Dort könnten interessierte Firmen die Namen der Stellensuchenden abrufen.

Iris Fischer wartete auf ein Angebot. "Aber statt einer Arbeit bekam ich jetzt einen zweiten Einzahlungsschein fürs nächste halbe Jahr. Irgendwie kommt mir das komisch vor."

Nicht nur ihr. Auf die Tätigkeit der Heim-Arbeit Index ist auch der Schweizerische Verband für Heimarbeit (SVH) und das Luzerner Arbeitsamt (Kiga) aufmerksam geworden. Denn: Wer Stellen vermittelt, braucht dazu eine Bewilligung, die verschiedene Auflagen mit sich bringt. So dürfen Stellenvermittler zum Beispiel nicht mehr als 40 Franken Einschreibegebühr für ihre Tätigkeit verlangen.

Das jedoch passte der Postfach-Firma Heim-Arbeit Index nicht. Flugs verkaufte sie sich deshalb ins Liechtensteinische an die Firma Global Work Connection (GWC) - ebenfalls mit Postfachadresse - in Vaduz.


"Ich lasse mich nicht von Beamten gängeln"

Adam Krbalek aus Baar ZG, Hauptdrahtzieher der immer noch fleissig inserierenden Heim-Arbeit Index, begründet das so: "Ich lasse mich von Beamten nicht gängeln." Deshalb betreibe jetzt halt die GWC die Internet-Seiten mit den Stellensuchenden. Kein Wunder, sehen sich nun SVH und Kiga in ihrem Verdacht bestätigt: "Es geht nicht, dass Stellensuchende auf diese Weise ausgenützt werden", sagt Markus Studer vom Kiga in Luzern.

Recherchen des K-Tip unterstützen diesen Verdacht.

° Heim-Arbeit Index und die daran beteiligte NTL Noble Trade Ltd. (beide von Adam Krbalek gegründet) geben im Handelsregister als Adresse die Denkmalstrasse 7 in Luzern an. Nur: Dort kennt niemand die Firmen. Krbalek: "Ich habe dort als Büro halt nur ein kleines Zimmer ohne Telefon."

° Die NTL Nobel Trade Ltd. betreibt an der Bergstrasse 13 in Luzern ein Büro. Dort meldet sich allerdings seit Tagen nur ein Telefonbeantworter. Und mehrere persönliche Besuche endeten vor verschlossener Tür. "Das wundert mich", sagt Krbalek. "Da müsste eigentlich jemand sein."

° Vom laut Krbalek bereits am 1. November getätigten Verkauf der Heim-Arbeit Index an die GWC in Vaduz weiss das Luzerner Handelsregisteramt nichts. Die hätten dort halt nicht alles im Griff, kommentiert Krbalek.

° Er selbst offensichtlich auch nicht. Seine Kenntnisse über die GWC, für die seine Heim-Arbeit Index jetzt arbeitet, sind mehr als mangelhaft: "Tut mir Leid. Mir sind bei der GWC keine Namen bekannt. Ich weiss nicht, wer hinter dieser Firma steckt."

° Ebenso wenig kann Krbalek darüber Auskunft geben, wie erfolgreich seine Form der Stellenvermittlung per Internet ist. "Ich habe keine Zahlen, dafür aber Dankesbriefe, die zeigen, dass Leute durch uns Arbeit gefunden haben."

° Wenig Vertrauen weckt auch die Tarifpolitik der Heim-Arbeit Index. Mal schickt sie für den Internet-Eintrag Rechnungen von 90, mal von 120 Franken. Sein Unternehmen müsse die Schmerzgrenze abtasten, begründet Adam Krbalek dieses Vorgehen.

Diese seltsame Art der Rechnungsstellung war für Krbaleks Firmen bisher einträglich. Seit der Gründung der Heim-Arbeit Index im Sommer letzten Jahres haben sich über 1600 Menschen aus der ganzen Schweiz hoffnungsvoll auf deren Internet-Seiten eintragen lassen. Insgesamt flossen so mehr als 150000 Franken in die Kasse des dubiosen Stellenvermittlers.


Heim-Arbeit Index muss mit Strafanzeige rechnen

Beim Kiga Luzern hat man mittlerweile genug vom seltsamen Geschäftsgebaren der Heim-Arbeit Index. Unterstützt vom Bundesamt für Wirtschaft und Arbeit bereitet es jetzt eine Stra...

19. April 2000

Quelle: http://www.gesundheitstipp.ch/
Artikel | K-Tipp 5/2003

Jobsuchende ausgenommen

Die Firma Heim-Arbeit mit Sitz in Vaduz FL ist wieder aktiv. Sie verspricht Stellensuchenden unter www.heim-arbeit.ch eine Arbeitsvermittlung. Wer die Dienste der Firma in Anspruch nehmen will, muss vorgängig 120 Franken Einschreibegebühr einzahlen, nach einigen Monaten folgt eine weitere Rechnung, quasi eine Verlängerungsgebühr.

Wer glaubt, so zu einem Job zu kommen, kann allerdings lange hoffen - die Firma kassiert lediglich ein. Und das erst noch happig: Das Arbeitsvermittlungs-Gesetz erlaubt Einschreibegebühren von höchstens 40 Franken. Das schrieb der K-Tipp bereits vor drei Jahren. Damals hatte die Firma in Luzern eine Postfachadresse. Als das Kiga Luzern aufgrund der K-Tipp-Recherchen eine Strafanzeige gegen Heim-Arbeit vorbereitete, verkaufte sie sich flugs an die Firma Global Work Connection GWC in Vaduz, wo sie vor Schweizer Richtern sicher ist. Einer der Hauptdrahtzieher hinter beiden Firmen ist Adam Krbalek. Zu den neuen Geschäftsaktivitäten wollte er gegenüber dem K-Tipp keine Stellung nehmen.

(kel)

12. März 2003

Lusche Firma


Die Firma Heimarbeit-Index kassiert Geld, vermittelt aber keine Jobs. Gegen sie läuft eine Strafuntersuchung.

Seit Jahren lockt die Firma Heimarbeit-Index per Inserat und Internet Stellensuchende an. Gegen eine überrissene Gebühr von 120 Franken verspricht sie Arbeitsvermittlung. Einige tausend Menschen haben bezahlt. Aber: «Die Firma kassiert nur ein, Jobs gibt es keine», sagt Roland Ronchi vom Schweizerischen Verband für Heimarbeit SVH.

Da Heimarbeit-Index ursprünglich von Luzern aus operierte, leiteten die kantonalen Behörden eine Strafuntersuchung ein. Um der Justiz zu entgehen, verkaufte Adam Krbalek, einer der Drahtzieher, das Geschäftskonzept nach Liechtenstein an die Firma Global Work Connection GWC. Diese betreibt nun von Vaduz aus die dubiose Stellenvermittlung.

Aus Krbaleks Sicht, der in Luzern eine Postfachadresse unterhält, ist das Thema somit vom Tisch, denn «mit der GWC habe ich nichts zu tun». In einem weiteren Brief behauptet er: «Mir wurde vom zuständigen Amt mitgeteilt, dass das Ermittlungsverfahren gegen die Heimarbeit-Index mangels Rechtsgrundlagen eingestellt wurde. Alles war und ist völlig legal.» Aber: Keine seiner Behauptungen stimmt. Untersuchungsrichterin Verena Lais bestätigt, dass das Verfahren weiterläuft. Der Verkauf der Heimarbeit-Index ändere nichts an der Illegalität, und Krbalek habe sehr wohl Verbindungen zur GWC.

(kel)

21. Mai 2003

Geprellte Jobsuchende

Das Amtsgericht Luzern hat die Firma GWC wegen illegaler Tätigkeit gebüsst. Sie stellt Stellensuchenden in der Schweiz Arbeit in Aussicht - kassiert aber nur Geld.

Jobs für Stellensuchende im Bereich Heimarbeit: Das suggeriert die in Vaduz FL ansässige Firma Global Work Connection (GWC) in ihren Zeitungsinseraten. Tausende meldeten sich in den letzten Jahren und fielen auf das Unternehmen herein.

GWC kassiert von Stellensuchenden Beträge bis 140 Franken - dafür bekommen die Betroffenen aber keine Arbeit, sondern sie werden in ein Internet-Adressverzeichnis aufgenommen und mit einer Chiffre-Nummer anonymisiert. Mit Hilfe dieser Nummer und einem Passwort, so das Konzept, sollen Arbeitgeber dann die vollständigen Personaldaten abrufen können.
Aber: Der Firma GWC fehlt die für Arbeitsvermittlungen nötige amtliche Bewilligung. Das Amtsgericht Luzern hat die GWC deshalb letzten September zu einer Busse von 3000 Franken verurteilt, wie Gerichtspräsident Fridolin Fassbind dem K-Tipp bestätigt.

Aus zwei Gründen hat sich das Schweizer Gericht mit der Liechtensteiner Firma befasst:
- Die Inserate von GWC richteten sich gezielt an Schweizer Stellensuchende. Ausserdem unterhielt die Firma in Luzern nicht nur eine Postfachadresse, sondern auch ein Postcheck-Konto, auf das die Geprellten die Gebühren für die vermeintliche Vermittlung einzahlten.
- Ursprünglich hatten die Strafbehörden die in Luzern im Handelsregister eingetragene Firma Heim-Arbeit Index im Visier, über die der K-Tipp mehrmals berichtete. Der Luzerner Adam Krbalek, einer der Hauptdrahtzieher hinter dem Unternehmen, liquidierte jedoch seine Firma, verkaufte aber das Geschäftskonzept an die GWC. Von Liechtenstein aus betreibt diese seither das seltsame Stellenvermittlungs-Geschäft - und benützt dazu Formulare, auf denen weiterhin der Name Heim-Arbeit Index verwendet wird.


Beschlagnahmtes Geld nicht für die Geprellten

Noch ist das letzte Wort in Sachen GWC und Heim-Arbeit Index aber nicht gesprochen. Die GWC akzeptiert das Urteil des Amtsgerichts nicht und inseriert weiterhin fleissig in verschiedenen Zeitungen. Nun muss das Luzerner Obergericht entscheiden. Die Verhandlung ist für den 19. April vorgesehen.

«Am Urteil des Obergerichts sind auch die Liechtensteiner Strafbehörden interessiert», sagt Gerichtspräsident Fassbind. Sie haben im Fürstentum ebenfalls ein Verfahren gegen die GWC eröffnet.

Übrigens: Auf dem Schweizer Postcheck-Konto der GWC fanden sich 40 000 Franken - Geld, das von Geprellten einbezahlt worden war. Das Gericht hat die ganze Summe als «unrechtmässigen Erlös» beschlagnahmt. Die Geschädigten haben aber nichts davon. Das Geld fliesst in die Staatskasse....



6. April 2005 | Markus Kellenberger - mkellenberger@ktipp.ch


mehr Infos:
http://stopecg.chez-alice.fr/wirtschaft2.htm
Tagesanzeiger | 7.09.2005 Dubiose Angebote aus Luzern
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07.08.2009
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